Eisenach Wartburg

Um unseren Rückweg aus schönen Oberstdorf zu verkürzen, sind wir kurzerhand Schlappe 500 km nach Eisenach im Westen Thüringens gefahren um endlich mal als alte Ossis die berühmte Wartburg zu besuchen. Auf die Schnelle untergekommen in Eisenach, sind wir in der Pension "Mahret´s Puppenstube". Eisenach ist die sechst größte Stadt Thüringens. Sie ist eine der sogenannten Lutherstädte. Bekannt ist Eisenach durch die Wartburg oberhalb der Stadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und im Mittelalter Sitz der Landgrafen von Thüringen war. Dort übersetzte Martin Luther im Herbst 1521 das Neue Testament vom Griechischen ins Deutsche. 1817 fand dort das Wartburgfest statt, eines der wichtigsten Ereignisse des Vormärz. Eisenach ist eine Hochschulstadt und inoffiziell führt Eisenach den Beinamen Wartburgstadt. 1685 wurde der Komponist Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren. In Eisenach sind wir am frühen Abend angekommen und hatten tierischen Hunger. Die Stadt bietet eine Reihe schöner Plätze für einen kleinen Stadtrundgang. So etwa den




Wartburg - Reisebericht
Wartburg - Reisebericht - Eisenach - UNESCO

Karlsplatz. In der Mitte des Platzes zieren drei Reliefs mit Szenen aus Luthers Eisenach-Aufenthalten und das Standbild zeigt Luther überlebensgroß. Das Lutherhaus und das Bachhaus besuchten wir auf Grund der Kürze unseres Besuchs nicht. Nach unserer Stadtrunde am Schmalen Haus vorbei, besuchten wir dann völlig ausgehungert das Gewölberestaurant Brunnenkeller am Markt in Eisenach. Wenn schon Thüringen dann auch Klöße. Das Essen und die Bedienung dort waren fantastisch und die Coronaregeln wurden auch beherzigt. Am nächsten Tag sind wir dann gleich nach dem Frühstück zur berühmten Wartburg, seit 1999 UNESCO Welterbe, gefahren. Als wir dort auf dem Besucherparkplatz ankamen standen erst 2 Caravans dort, also absolut leer. Der Parkplatz kostet egal wie lange 5 Euronen. Dann ging es die vielen Stufen hoch bis zum Burgtor der Wartburg. Und auch dort war die Touristenschlange, welche auf Grund Coronas entstanden war noch recht übersichtlich. Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten begannen wir unsere Burgbesichtigung ohne Führung.





Wartburg - Reisebericht
UNESCO - Wartburg - Reisebericht - Eisenach

Auch hier wurde wie auf der Burg Eltz eine Einbahnstraße angelegt und das funktionierte eigentlich bis auf einige Querdenker ganz gut. Die Wartburg über der Stadt Eisenach am nordwestlichen Ende des Thüringer Waldes und 411 m ü. NHN gelegen zeigt während des Rundganges herrliche Ausblicke. Sie wurde um 1067 von Ludwig dem Springer gegründet und gehört seit 1999 zum UNESCO-Welterbe. Der Name bedeutet Warte, also Wach-, Wächterburg. Der Stadtteil von Eisenach namens Wartha hat allerdings keinen Bezug zur Wartburg. Die heutige Wartburg ist größtenteils im 19. Jahrhundert unter Einbeziehung weniger erhaltener Teile neu gebaut worden. Das heutige Erscheinungsbild der Wartburg und ihres Landschaftsparks geht auf den Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach zurück. Die Wartburg galt einst als Zentrum hochmittelalterlichen Dichtens und Minnesangs. Sie wurde zum Wohn- und Wirkungsort der heiligen Elisabeth, bot dem vom Papst und Kaiser verfolgten Reformator Martin Luther Exil und sah mit dem Wartburgfest der deutschen





Wartburg - Reisebericht
Wartburg - UNESCO - Reisebericht - Eisenach

Burschenschaften den Morgen einer freiheitlich-demokratischen Nation anbrechen. Der Romanische Palas der Wartburg gilt als künstlerisch und architektonisch bedeutendster Bau seiner Art im deutschsprachigen Raum. Im Vergleich zu den vorangegangenen Zeiten ist er seit einem Jahrzehnt Gegenstand intensiver Bauforschung und erneuter Konservierung. Er führt zurück in die Zeit der Thüringer Landgrafen, der Ludowinger. Durch die Förderung von Minnesängern und epischen Dichtern ist Landgraf Hermann I. von Thüringen (Regierungszeit 1190–1217) bekannt. An seinem Hof entstanden Heinrich von Veldekes Eneasroman und Wolfram von Eschenbachs Parzival. Auf der Wartburg soll 1206 der Sängerkrieg stattgefunden haben, an dem auch Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach teilnahmen. Besonders unter Hermann I. erblühte die Wartburg zum weitgerühmten Musenhof, in dem alle schönen Künste gepflegt wurden, die Lieder Walthers von der Vogelweide erklangen und Dichtungen Wolframs von Eschenbach entstanden. Die darauf bezogene Sage vom Sängerkrieg auf der Wartburg erlangte durch Richard Wagners "Tannhäuser" dann auch





Wartburg - Reisebericht
Wartburg - Reisebericht - UNESCO - Eisenach

Weltruhm. Ebenso bekannt und bis heute verehrt ist die Gestalt der heiligen Elisabeth von Thüringen, von deren Leben und barmherzigen Wirken zwei der Palasräume künden. Die Lutherstube - authentischer Wohn- und Arbeitsraum des Reformators vom Mai 1521 bis zum März des Folgejahres und seit Jahrhunderten Ziel unzähliger Pilger - darf als die Geburtsstätte der Lutherbibel gelten. Auch wurden wir dort auf einen Tintenfleck hingewiesen, welchen Luther wohl, als er den Teufel verscheuchen wollte, hinterlassen hatte. Als wir aber die dortige Museumsaufsicht befragten, wo denn Dieser Tintenfleck sei gab es nur ein leichtes Schmunzeln. Auch gab es dort eine große Sammlung reformatorischer Flugschriften, einer von Luther handschriftlich kommentierten Bibel und verschiedene Gegenstände aus seinem Besitz. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfuhr die ruinös gewordene Wartburg unter dem Weimarer Großherzog Carl Alexander eine umfassende Erneuerung und dekorative Ausgestaltung. Der Idee an ein Denkmal von nationaler Bedeutung folgend, wurde die





Wartburg - Reisebericht
Wartburg - Reisebericht - Eisenach - UNESCO

mittelalterliche Bausubstanz restauriert und durch historisierende Neubauten ergänzt. Repräsentativstes Beispiel historistischer Kunstauffassung ist der Palasfestsaal. Nicht weniger imposant sind die Fresken des spätromantischen Malers Moritz von Schwind, der unter anderem den Sängerkrieg und die Elisabethvita in Szene setzte. Johann Wolfgang von Goethe selbst empfahl vor fast zweihundert Jahren. In einem Wartburgmuseum eine breite Sammlung von Kunstschätzen zu beherbergen Wertvolle Bildteppiche, Plastiken Tilman Riemschneiders, weltberühmte Werke von der Hand Lucas Cranachs d. Ä., der sogenannte Dürerschrank aus der Zeit um 1520. Ein einzigartiges Möbelstück mit reicher Reliefschnitzerei nach Vorlagen des Malers. Umso mehr die Uhr auf Mittag ging, desto voller wurde es in der Wartburg. Auch hier hatten viele, meist Ältere noch nie was von Corona gehört. Wir haben uns dann zum Schluß noch einen Kaffee im dortigem Restaurant gegönnt und sind dann nach Hause. Die Wartburg ist was sie verspricht wertvoll und sehenswert. Wer kann sollte sie unbedingt einmal besuchen aber wohl nicht am Wochenende.




Siehe auch

Weblinks

Wartburg - Reisebericht

Die Wartburg ist eine Burg in Thüringen, über der Stadt Eisenach am nordwestlichen Ende des Thüringer Waldes 411 m ü. NHN gelegen. Sie wurde um 1067 von Ludwig dem Springer gegründet und gehört seit 1999 zum UNESCO-Welterbe.[1] Der Name bedeutet Warte, also Wach-, Wächterburg. Der Stadtteil von Eisenach namens Wartha hat allerdings keinen Bezug zur Wartburg. Die heutige Wartburg ist größtenteils im 19. Jahrhundert unter Einbeziehung weniger erhaltener Teile neu gebaut worden. Das heutige Erscheinungsbild der Wartburg und ihres Landschaftsparks geht auf den Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach zurück. Wie kaum eine andere Burg Deutschlands ist die Wartburg mit der Geschichte Deutschlands verbunden. 1211 bis 1227 lebte die später heiliggesprochene Elisabeth von Thüringen auf der Burg. 1521/22 hielt sich der Reformator Martin Luther als „Junker Jörg“ hier versteckt und übersetzte während dieser Zeit das Neue Testament der Bibel („Septembertestament“) in nur elf Wochen ins Deutsche. Johann Wolfgang von Goethe weilte mehrfach hier, erstmals im Jahre 1777. Am 18. Oktober 1817 fand auf Einladung der Jenaer Urburschenschaft anlässlich des 300. Jahrestages des Thesenanschlags Martin Luthers (31. Oktober 1517) und im Gedenken an die Völkerschlacht bei Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) auf der Burg das erste Wartburgfest statt. Das zweite Wartburgfest wurde im Revolutionsjahr 1848 veranstaltet. So ist es nicht verwunderlich, dass die Burg bereits im 19. Jahrhundert als nationales Denkmal galt. © Wikipedia

Routenvorschlag

Strecke in Kilometer

ungefähre Zeit

Highlights

Drachenschlucht – Elfengrotte Runde von Epichnellen 13,6 km 4 h -Mittelschwere Wanderung. Überwiegend gut begehbare Wege. - Auf- Abstieg 270 hm
Drachenschlucht – Großer Drachenstein Runde von Hohe Sonne 9 km 3,5 h Mittelschwere Wanderung. Leicht begehbare Wege. - Auf- Abstieg 190 hm
Drachenschlucht – Drachenschlucht Runde von Eisenach 11,5 km 4 h Mittelschwere Wanderung. Überwiegend gut begehbare Wege. - Auf- Abstieg 270 hm
Drachenschlucht – Großer Drachenstein Runde von Hohe Sonne 16,7 km 4 h -Mittelschwere Wanderung. Trittsicherheit erforderlich. - Auf- Abstieg = 380 hm
Burschenschaftsdenkmal – Landgrafenschlucht Runde von Eisenach 11 km 4 h Mittelschwere Wanderung. Leicht begehbare Wege. - Auf- Abstieg = 230 hm